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für Beratung und Unterstützung
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Epidémiologische Daten

56% der Schweizer Bevölkerung von 18 Jahren und mehr nimmt regelmässig an den nationalen Lotterien teil. Die Prävalenzrate der Risikospieler in der Schweiz ab 18 Jahren und mehr beläuft sich auf  2.18% (d.h. zwischen 107'000 und 179'000 Personen). Darunter liegt die Prävalenzrate der pathologischen Spieler bei 0.79%, d.h.zwischen 32''700 und 77'800 Personen. Im Ausland bewegt sich die durchschnittliche Rate zwischen 0.5 und 2%.
Eine Extrapolation für das Wallis würde bedeuten : 5'092 Risikospieler von 18 Jahren und mehr, darunter 2'660 pathologische Spieler.

Mehr epidemiologische Daten
  • Prävalenzstudie der Glücksspiele in der Schweiz, Dr. C. Osiek (2005) und G. Bondolfi, F.Ferrero (1998), Universitätsspitäler Genf  (HUG).
    Prävalenzrate der pathologischen Spieler in der Schweiz ab 18 Jahren und mehr  : 1,14 %, d.h. zwischen 46’000 und 97’750 Personen. Im Ausland bewegt sich die durchschnittliche Rate zwischen 0.5 und 2%.
    Prävalenz der Risikospieler 2.18 % (d.h. zwischen 107’000 und 179’000 Personen).
    Die gekreuzte Abhängigkeit Spielsucht/Alkohol wird auf 36% der pathologischen Spieler gegen 8% der Gelegenheitsspieler geschätzt. 
    Dabei handelt es sich in Mehrheit um erwerbstätige, unverheiratete Männer, ungefähr 33 Jahre alt und die zwischen 19 und 25 Jahren zum ersten mal spielten.  
    Nur 1.3 % der Personen die angeben regelmässig zu spielen beantragten Hilfe.  
  • Bass Studie, Glücksspiel und Spielsucht in der Schweiz, auf Mandat der Eidgenössischen Spielbankenkommission und dem Bundesamt für Justiz, Bern, 2004.
    56% der Schweizer Bevölkerung von 18 Jahren und mehr nimmt regelmässig an den nationalen Lotterien teil.
    43% besuchten wenigstens einmal im Leben ein Spielkasino. 
    Aus der  Schweizer Gesundheitsstudie (ESS) 2002 geht hervor, dass 21,2% der Schweizer Einwohner von 18 Jahren und mehr regelmässige Spieler sind, d.h. 1'210'000 Personen. Dabei spielt der weit grösste Teil regelmässig am Schweizer Lotto, Toto X und Sport-Toto, ohne dabei das wichtige Angebot von "Tactilo" (ungefähr 600 Spielapparate in der Westschweiz in 2006) zu vergessen.
  • Extrapolierte Zahlen für das Wallis.
    Beruhend auf die Prävalenz 2005 des erwähnten Berichtes (Osiek Studie), beläuft sich die geschätzte Anzahl pathologischer Spieler von 18 Jahren und mehr Ende 2005 auf : 2'660 Personen (angegebene Spanne auf Schweizer Niveau : zwischen 1'700 und 3'620 Personen im Wallis).
    Beruhend auf die Prävalenz 1998 des erwähnten Berichtes (Bondolfi und Ferrero), wird die Anzahl Risikospieler von 18 Jahren und mehr Ende 2005 auf 5'092 Personen geschätzt..
    In 2006, konsultierten 2.4% der Klientel der LVT Beratungsstellen für ein Problem in Verbindung mit Spielsucht (d.h.12 Männer und 3 Frauen). Alle Indikatoren zeigen an, dass pathologische Spieler der Westschweiz nur selten konsultieren. 


Standortbestimmung

Die LVT Beratungsstellen organisierten am 21. Februar in Sitten einen Halbtagsschulung zum Thema : Sensibilisierung auf Probleme verbunden mit Spielsucht : eine  Gelegenheit zur Standortbestimmung.

behandelte Themen und Dokumente
  • Spielsucht :
    von der Identifizierung einer neuen Problematik zur Entwicklung angepasster Massnahmen

    Jean-Daniel Barman, Direktor der LVT Beratungsstellen 
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  • interkantoanles Programm im Kampf gegen die Spielsucht  
    Nathalie Clementi, GREA - Groupement Romand d'Etudes des Addictions
    |Die Webseite einsehen www.sos-jeu.ch |
  • pathologisches Spielen, Standortbestimmung der aktuellen Wissen
    Dr Christina Davidson, Psychiater, Genf
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  • soziale Massnahmen und Prävention : die Rolle der Spielbanken
    Lisianne Schürmann, Verantwortliche der sozialen Massnahmen, Casino de Montreux
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  • Pathologie des Spielens : zwischen Spielangebote und Prävention
    Frédéric Soum, lic. phil. CEO SwissGambleCare
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  • vormundschaftliche Massnahmen zum Schutz des Spielers und seinen Angehörigen
    Paul Mottiez, offizieller Vormund, Monthey
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  • Die Begleitung des Spielers
    Patrick Suard, LVT Suchtberater
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  • Unterstützung der Angehörigen
    Fabrice Rey, LVT Suchtberater
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  • Fragen zur Schuldentilgung
    Jean-Michel Palladini, Caritas, Dienststelle Schuldentilgung
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Mandat und legale Grundlagen

Das Präventionsprogramm der LVT Beratungsstellen beruht auf das interkantonale Programm der lateinischen Konferenz für Sozial- und Gesundheitswesen (CLASS) und auf das explizite Mandat hervorgenhend aus dem neuen Gesundheitsgesetz.

Ein interkantonales Programm der CLASS

Die Kommission gegen die Spielsucht wurde nach der lateinischen Konferenz für Sozial- und Gesundheitswesen (CLASS) unter Einverständnis der westschweizerischen Kommission der Lotterien und Spiele gegründet (CRLJ). Letztere anvertraute dem GREA (Westschweizerische Studiengruppe für Abhängigkeiten) ein interkantonales, mehrjähriges Programm im Kampf gegen die Spielsucht. Die Finanzierung wird durch die Loterie Romande gewährleistet. Sie überlässt der Prävention 0,5 % des Bruttoeinkommens aus den Spiellosen. 80 % davon fliessen dem Kanton für spezifische Aktionen zu. 20 % decken die Koordinationsaufgaben des GREA.

Im Wallis wurden die LVT Beratungsstellen von der Kommission gegen die Spielsucht beauftragt, ein Präventionsprogramm zu entwickeln. Ein Dienstleistungsvertrag 2008 -2010 wurde am 5. März 2008 unterschrieben.


Das neue Gesundheitsgesetz

Das neue Gesundheitsgesetz dass vom Grossrat am 14. Februar 2008 verabschiedet wurde, stipuliert im Art. 104:  

Art. 104 Verhütung von Tabakmissbrauch, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit und anderen Suchtkrankheiten
Der Staat unterstützt Programme zur Verhütung von Tabakmissbrauch, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit und anderen Suchtkrankheiten und berücksichtigt dabei insbesondere Hilfs- und Unterstützungsmassnahmen für Jugendliche.
Der Staatsrat regelt die Aufgaben und die Organisation der Institutionen, die mit der Erarbeitung und der Verwirklichung dieser Programme betraut werden, und übernimmt die entsprechende Koordination.


Aktionsplan 2008-2009-2010

jeu

In der Westschweiz leisteten die LVT Beratungsstellen Pionierarbeit.  Sie war unter den ersten, spezialisierten Institutionen, die an der Umsetzung von Präventionsmassnahmen zum Thema Spielsucht teilnahmen. Ab sofort heisst es aber neue Wege zu finden, die Dienstleistungen zu erweitern und somit das Engagement des Kantons Wallis zur Spielsuchtprävention zu garantieren.

Information / Kommunikation / Prävention
  • Aufarbeitung des bereits bestehenden Materials und Verwirklichung neuer Präventionsträger. Anpassung auf verschiedene Bevölkerungsgruppen.
  • Aktivierung und Inwertsetzung bestehender Präventionsträger, insbesonders durch die  Loterie Romande.
  • Verstärkung der Communikation mit den LVT Netzpartnern. 
  • Entwicklung eines Mediakonzeptes zum Thema Spielsucht : Anzeigen in Radios und lokalen Fernsehen und Zeitungen.
  • Kreierung einer speziellen Rubrik zum Thema Spielsucht auf der LVT Webseite : zielend auf Informationen zu einer persönlichen Evaluation zum Entwicklungsrisiko einer Abhängigkeit.
  • Druck von Flyers die die Walliser Ressourcen und ausserkantonale, spezialisierte Zentren beinhalten. 
  • Verbreitung gezielter Mitteilungen die bei mit Spiel verbundenen Problemen eine  Frühintervention veranlassen.
  • Teilnahme an Westschweizer und nationalen Pressekampagnen zur Prävention der Spielsucht. 
  • Teilnahme an der Suche nach Verbesserungen im Bereich struktureller Präventionsmassnahmen die den Zugang zu Geldspielen begrenzen oder reglementieren.

Ausbildung
  • Weiterführung und konkrete Ausführungen der Basisausbildung und Weiterbildung der Netzpartner. 
  • Entwicklung eines Ausbildung- und Integrierungsmoduls im Rahmen der Abhängigkeitsthemen in den HES und HEP (Hochschulen) sowie den Wirtekursen. 
  • Konzeptualisierung von Präventionsmaterial für Jugendliche.
  • Diverse Ausbildungsangebote an Elternvereine und andere spezifische Gruppen.  
  • Teilnahme an der Umsetzung der Ausbildungsangebote des GREA.
  • Evaluation der Ausbildungsbedürfnisse der Netzpartner, Institutionen und Organisationen und, wenn nötig, Ausbildungsangebote auf Anfrage.  

Beratung und Unterstützung
  • Kreierung einer spezifischen Arbeitsgruppe  «Spielsucht » im Rahmen der LVT.
  • Veröffentlichung der Angebote und der Unterstützungsmodalitäten von Spielsüchtigen. Zugriffserleichterung auf bestehende Ressourcen (Telefonbuch, Webseite LVT, u.a.).
  • Konsolidierung der regionalen LVT-Angebote. 
  • Beratung und Unterstützung anhand : Evaluation des Schweregrades der Spielsucht, Anfrage- und Motivationsanalyse, Krisenidentifizierung, Inventar der persönlichen und externen Ressourcen des Spielers, Zielfestlegung und Umsetzung. 
  • Unterstützung der Angehörigen und/oder Eltern bei Internetabhängigkeit. 
  • Koordination und Kommunikation im Rahmen der Gamblers Anonymes (GA). Wenn wünschenswert, Unterstützung zur Kreierung ähnlicher Gruppen. 
  • Laufende Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Netzpartnern. 

Walliser Partnernetz
  • Ernennung von Bezugspersonen in jeder LVT Beratungsstelle.  
  • Mit dem GNW und den IPVR, Erstellung einer Liste von Psychiatern (Bezugspersonen) .
  • Im Rahmen der Dienststellen für juristische Beratung, Verfügungstellung von Rechtsanwälten. 
  • Enge Zusammenarbeit mit der Dargebotenen Hand und ParsPas.
  • Evaluation, Koordination und Betreuung von spielsüchtigen Personen in enger Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Schuldentilgung von Caritas.
  • Sensibilisierung und Ausbildung des Personals der Sozialmedizinischen Zentren und der Dienststellen für Vormundschaft.  
  • Aufrechterhaltung, Zusammenarbeit und Koordination mit ähnlichen, ausserkantonalen Dienststellen.  
  • Förderung der Nahbereichsarbeit des Personals der Spielbanken und die Zusammenarbeit. Im Rahmen der Konvention mit dem Kasino von Crans Montana regelmässige Teilnahme an einer Evaluation der pathologischen Spieler. Dem Engagement im Rahmen der Expertengruppe des Kasinos von Montreux nachgehen. 
  • Identifizierung und Auflistung von Problemen die von Netzpartnern gemeldet werden.  
  • Koordinationmit der grünen Telefonnummer des GREA 0800 80 13 81.

Forschung-Evaluation
  • regelmässige Kommunikation mit dem Gesundheitsobservatorium  (OVS) um die Einsammlung spezifischer Daten zu fördern..
  • Integrierung der Problematik bei Studiengängen und spezifischen Erhebungen über die Gesundheit der Schüler wie z.B. HBSC und SMASH.
  • Identifizierung der Meldequellen neuer Situationen. Teilnahme beim Erheben epidemiologischer Daten zur Förderung einer besseren Übersicht über die Problematik im Wallis.  

Interkantonale Koordination
  • Beteiligung an der Plattform pathologisches Spielen des GREA.
  • Teilnahme an der Verwirklichung einer Präventionskampagne in der Westschweiz.
  • Teilnahme an einer interkantonalen Begleitgruppe. 
  • Evaluation der Angebote des Koordiantionszentrums des GREA und Implantierung eventueller Ausbildungen im Wallis.


Historique des actions dans le domaine spécifique du jeu en Valais
  • 1998-2000 : LFMJ : verpflichtet die Spielbanken für die ersten gravierenden Konsequenzen der Spielsucht ein Präventionskonzept zu entwickeln. 
  • 2000 : Aktive Teilnahme der LVT an der Entwicklung des Sozialkonzeptes des Kasinos von Saxon.   
  • Gründung der Féodor Stiftugn durch die Betriebs-AG des Kasinos von Saxon. 
  • 2001 : Entwicklung eines Ausbildungsmodul für Croupiers in Zusammenarbeit mit der SFA.
  • Verwirklichung von Kommunikationsmaterial für Kasinoklienten (SOGS und allgemeine Informationen).
  • Interne Ausbildung der LVT Suchtberater zum Thema Spielsucht. 
  • Kreierung eines Unterstützungsnetzes (IPVR, Juristen, Medrotox…).
  • Entwicklung einer Früherkennungsskala für Risikospieler der Spielbank von Saxon. 
  • Sensibilisierung des Personals der Dargebotenen Hand (143).
  • 2002 : Konzessionzuteilung an die Spielbanken von Crans Montana und Zermatt.
  • 2003 : Schliessung der Spielbank von Zermatt.
  • 2003 : Zusammenarbeit mit dem Kasino von Montreux.
  • 2005 : Unterschrift einer Zusammenarbeitskonvention mit dem Kasino von Crans Montana.
  • 2006 : Netzpartnersitzungen zur Evaluation der Bedürfnisse und Anfragen im Rahmen der Spielsucht.  
  • 2007 : Kreierung einer Gruppe anonymer Spieler GA (LVT unabhängig aber mit derer Unterstützung).
  • 2008 : Unterschrift eines Dienstleistungsvertrages zwischen der LVT und der Walliser Kommission im Kampf gegen die Spielsucht. 


Der Pressedossier

Die Dokumente der Pressekonferenz
Der Pressedossier
  • Gefährliche Spiele : das Wallis genau so betroffen wie die anderen Kantone
    Le Nouvelliste - 7 mai 2008

    Jeu
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  • Kampf der Glücksspielsucht : der Kanton präsentierte gestern ein Massnahmenpaket gegen die Glücksspielsucht
    Walliser Bote - 7. Mai 2008
    PDF  download
  • Überblick über die Westschweizer Presseartikel
    Le Temps - Tribune de Genève - 20 minutes - 7 mai 2008
    PDF  download

 

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